Klapperdächli

Zur Galluskirche führten damals drei Wege: der Kirchrainweg, die Treppe vom Dorfplatz und der heute gesperrte Weg von der Hohlen Gasse her. Die letzteren beiden vereinten sich beim Klapperdächli.
Der Name Klapperdächli stammt vermutlich aus der Pestzeit. Kranke und Aussätzige mussten damals mit einer hölzernen «Klapper» (der sogenannten Lazarus- oder Warnklapper) auf sich aufmerksam machen und so die gesunden Leute warnen. Das Klapperdächli bei der Kirche markierte zudem eine Grenze, die sie nicht überschreiten durften.
Die Kranken durften natürlich auch niemanden berühren. Deshalb trugen sie lange Stangen mit sich, an deren Ende ein Säcklein baumelte. Da konnten die Gesunden milde Gaben reinlegen.
Als man 1965 den Kirchenhügel umgestaltete und den Aufgang zur Kirche erneuerte, riss man das Klapperdächli ab.