Entwicklung

Die Kirche vom Jahre 1687
1685 begann man mit dem Neubau der Kirche in Kriens. Vermutlich führte ihn Baumeister Meglinger aus Luzern aus. Bereits 1687 war die Kirche fertig gebaut und auch geweiht. Diese Kirche war neu nach Süden ausgerichtet.
Der frühbarocke Hochaltar der heutigen Galluskirche erinnert noch immer an die Kirche von 1687. Die heutigen Seitenaltäre stammen vermutlich aus der ehemaligen Spitalkirche in Luzern.

Die Kirche von 1890
Die heutige Form der Kirche entstand 1890, beim Umbau unter Architekt Viktor von Segesser. Er liess ein Querschiff und einen neuen Chor bauen und gestaltete den Turm neugotisch um. Aussen erhielt die Kirche neuromanische Formen. Im Zuge dieses Umbaus schuf der Luzerner Maler Josef Balmer 1890 das Deckengemälde im Querschiff. Am 16. Oktober 1890 segnete man die vergrösserte Pfarrkirche ein.
Die holzgeschnitzte Pietà bei der östlichen Empore und die Anna-Figur beim gegenüberliegenden Altar stammen aus dem späten 17. Jahrhundert.

Kirchenrenovation von 1937 bis 1939
Von 1937 bis 1939 renovierte man die Galluskirche unter der Leitung von Architekt Otto Zeier innen und aussen umfassend.
Er liess sämtliche neuromanischen Zierelemente entfernen. Mit dem Umbau modernisierte man die Kirche und verlieh ihr weitgehend ihr heutiges Aussehen.
Der Turm erhielt damals seine charakteristische Form, die er auch heute noch hat. Man nennt sie «Chäsbiss». 1938 feierte man die Wiedereröffnung.

Die Renovation 1984-1985
Architekt Gabriel Wey leitete 1984/85 eine Innen- und Aussenrenovation. Er liess die Doppelempore aus den Jahren 1821/22 entfernen. Die Hauptfassade gestaltete er nach historischen Vorbildern: Er liess frühere Fenster und das Vorhallendach rekonstruieren und das Fassadengemälde entfernen.

- ca. 1100 Erwähnung der ersten Kirche
- 1257 erste Erwähnung als Pfarrei in einer Urkunde
- 1552 Neubau des Turms
- 1589 Anbau an bestehende Kirche
- 1685- 87 Neubau unter Einbezug des Turms
- 1821-22 Einbau der Doppelempore und der ersten Orgel
- 1890 Einfügen des Querschiffes, Verlegung des Chors südwärts
- 1901 Einbau einer neuen Orgel
- 1908 5 neue Glocken werden geweiht
- 1937-39 Umgestaltung der Kirche, Rückbau der neuromanischen Aussengliederung
- 1965 Neugestaltung des Treppenaufgangs
- 1971 Umgestaltung des Chorraums
- 1984- 85 Renovation, Umgestaltung im Innern und Aussen, Einbau einer neuen Orgel
- 1990 Erneuerung der Choreinrichtung
- 2020 Restaurierungsarbeiten