Glocken

In der alten Schnyder-Chronik steht, dass ein Sturm am 13. Januar 1552 die Turmspitze samt Glocken zerstörte. Die grosse Glocke fiel auf den Taufstein und zerschmetterte ihn. Die Gallusglocke, auch als Sempacherglocke bekannt, blieb unversehrt und auch der Taufkessel blieb intakt. Auch die Cysat-Chronik und das Ratsprotokoll von 1552 berichten von diesem Ereignis.
1908 goss Jules Robert in Porrentruy das heutige fünfstimmige Geläut. Die Glocken wiegen zwischen 250 und 2500 kg. Gestimmt sind sie auf C–Es–F–As–C.
Die sechste Glocke goss man 1777 in Zofingen. Sei diente ursprünglich als Taufglöcklein im Chorleiter. Den baute man 1937–39 ab.
Erwähnenswert ist die Sempacherglocke. Sie stammt angeblich aus dem Jahr 1357 und wurde der Legende nach nach der Schlacht bei Sempach (1386) nach Kriens gebracht.
Bei der Anschaffung des neuen Geläuts im 1908 überliess die Kirchgemeinde Kriens die überflüssig gewordene Sempacher- oder Gallusglocke von 1357 der Kirche Hergiswald – «gebrauchsweise ohne Entgelt, solange sie geläutet werden kann». Dort montierte man sie im Kreuzarm der östlichen Seitenkapelle.