Seitenaltäre

Direkt links und rechts des Chorbogens stehen die zwei inneren Seitenaltäre. Sie stammen aus einer anderen Werkstatt als der Hochaltar. Das verrät ihr steiferer Aufbau und vor allem die reichliche Verwendung des Knorpelstils: jene barocken Verzierungen mit knorpeligen Verdickungen. Die Altäre standen ursprünglich in der Spitalkirche Luzern am Barfüesserplatz 1. Diese wurde 1788 abgebrochen.
Links sehen Sie den Barbara-Altar. In seinem Aufsatz steht die Statue der Muttergottes mit Jesuskind, flankiert von zwei Putten.
Rechts erzählt das Altarbild eine andere Geschichte: der heilige Antonius und Maria mit Jesus. Darüber, im Aufsatz, wacht der heilige Josef. Auch er wird von zwei Putten flankiert.

Der Nischenaltar mit der Pietà (Jungfrau Maria als Trauernde mit dem toten Jesus Christus auf ihrem Schoss) stammt aus dem letzten Drittel des 17. Jahrhunderts. In seinem Aufbau findet man die Jahrzahl 1591. Diese Jahrzahl betrifft nur das Altarbild, nicht den Bau des gesamten Altars.
Die holzgeschnitzte Pietà selbst ordnen wir stilistisch am Ende des 16. oder Anfang des 17. Jahrhunderts ein. Vermutlich diente der Nischenaltar mit der Pietà früher als Altar in der Totenkapelle.
Was wir sicher wissen: Die Pietà – wie auch das Figurenwerk des Hochaltars – stammen aus der Werkstatt der Bildhauerfamilie Tüfel von Sursee.
Der Aufbau des St. Anna-Altars rechts, entstand später. Die holzgeschnitzte Anna-selbdritt-Figur stammt jedoch aus derselben Zeit wie die Pietà (16./17. Jahrhundert).
«Anna selbdritt» bezeichnet eine Darstellung der heiligen Anna mit ihrer Tochter Maria und dem Jesuskind.